Auf Expedition in den Kaukasus

Vor einigen Wochen saßen Alexander und Christian ganz gemütlich mit einem Bier vor dem Rechner und haben die Reise geplant. Das hieß: Google Maps auf und dann mal ein paar Orte angeklickt. Schnell war klar, ein Ziel der Reise wird der Kaukasus. Als sich Christian aber die Reisewarnungen des auswärtigen Amtes angesehen hatte und parallel noch ein wenig im Internet googelte, erkannte er das der Teil den man als Russland Anfänger befahren sollte nur sehr klein ist. Wirklich Gebirge so wie Christian es aus den Urlauben mit seinen Eltern kannte, ist nur schwer zu finden. Eine der wenigen Routen geht nach Dombai, einem Urlaubsort für Wintersport. Ursprünglich war zwar geplant eine Nacht zu bleiben aber dort gab es leider keine Eichhörnchen die man füttern konnte (ein kleines Geschenk an Conny)…

Da die beiden sich aber das Erlebnis nicht nehmen lassen wollten, wurde kurzerhand ein Tagesausflug beschlossen. Tomas (wegen seiner vielen Nepalreisen in Fachkreisen auch „Nepal Tomas“ genannt) wollte eigentlich mit, musste sich aber etwas schonen und so war dann Harro samt Videokamera dabei. Noch schnell ein paar Tipps eingeholt, das Navi programmiert und schon kann’s losgehen. Angeblich hatte Christian die Straßenverhältnisse in Google Earth gecheckt und alles sollte wunderbar sein. Naja die letzten 30 km von den fast 300 hin und zurück waren’s dann auch. Trotzdem eine wunderschöne Strecke. Sie führte durch Dörfer und Gebirgsschluchten vorbei an kaukasischen Reitern die ihr Vieh noch ganz klassisch durch die Gegend trieben und kleinen Wohnwagen wo man diverse Honigsorten kaufen konnte. Alexanders Herz ging auf und gefühlt wurde jede Kuh und jede Ziege von allen Seiten sowohl Video- als auch fotodokumentarisch festgehalten.

Die Straßen waren ein wirkliches Highlight. Rückblickend ist es nicht ganz klar, ob es mehr Schlaglöcher oder mehr Serpentinen gab. Jedenfalls wurde Christian ganz ordentlich umhergeschüttelt. Auf einem Pass angekommen, bot sich ein wunderbares Panorama! Mitten im Gebirge auf 2200 m Höhe – freie Sicht. Was für eine Landschaft. Dann ging es wieder runter auf die eigentliche Straße nach Dombai. An einem Wasserfall war dann für Touristen noch eine Art Markt aufgebaut, wo es allen möglichen Kram zu kaufen gab. Da Christian nach dem Aussteigen mal wieder nicht warten konnte, war er auf einmal umringt von Einheimischen. Eine besonders geschäftstüchtige Frau verschenkte Brot, Milch und Socken. Dafür kaufte Christian dann eine Glasflasche im Pferdedesign mit irgendeiner braunen Flüssigkeit sowie eine neue Decke. Danach gab’s noch ein paar Fotos und schon konnte es weitergehen. In Dombai angekommen wurde allen klar, sie haben es geschafft! Der südlichste Punkt der Reise ist erreicht und auch Sotschi war nur noch zwei Tagesreisen entfernt.

Harro machte mit Christian ein kleines Interview vor dem Hintergrund eines der drei Viertausender. Während Harro und Christian mit der Videokamera ihren Spaß hatten, verkündete Alexander: ihn habe ein „leichtes Hüngerchen“ befallen… Da das Navi die Rückreisezeit über die Autobahn mit 2 Stunden angab, war ausreichend Zeit für Schaschlick und Co. Für den Abend (man erinnere sich: die Unterkunft war ein Sanatorium) wurde schnell noch Wodka und lokales Bier eingekauft. Auf dem Weg nach Hause gab es dann noch zwei Grenzkontrollen, die aber problemlos waren (es regnete in Strömen). Allerdings haben alle wieder etwas über Navigationsgeräte und Zwischenziele gelernt. Die Gesamtfahrzeit zurück ins „Hotel“ betrug doch 4 Stunden…

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